Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)

Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich „Subventionen“ nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in eine falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.

Und Kultur hängt auch von Personen ab, die sie ins Werk setzen sollen. Es ist ein zentrales öffentliches Interesse, dass Leute, die das können und die schon in Berlin leben, die notwendigen Entfaltungsmöglichkeiten behalten oder bekommen. Und darüber hinaus auch, dass in möglichst großer Dichte und Qualität solche Menschen für Berlin gewonnen werden, wenn sie bereit sind, sich zu engagieren, damit sie hier ihre Kreativität und ihre Kenntnisse wie ihre Weltläufigkeit in den Dienst der Kultur der Stadt und des ganzen Landes stellen.

 Richard von Weizsäcker


Kultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt – im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Nach der weitergefassten Definition sind Kulturleistungen alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, beispielsweise in Technik, Landwirtschaft, Essenszubereitung oder bildender Kunst, aber auch geistige Gebilde (etwa die cultura animi „Geisteskultur“ bei Cicero) oder „Subkulturen“ wie Musik, Sprachen, Moral, Religion, Recht, Wirtschaft und Wissenschaften. Der südafrikanische Medizinanthropologe Cecil Helman hat Kultur 1984 in Bezug auf das Verhalten des Menschen definiert: es sei ein System von „Richtlinien“ für das Individuum als Mitglied einer bestimmten Gesellschaft.

Der Begriff der Kultur ist im Laufe der Geschichte immer wieder von unterschiedlichen Seiten einer Bestimmung unterzogen worden. Je nachdem drückt sich in der Bezeichnung Kultur das jeweils lebendige Selbstverständnis und der Zeitgeist einer Epoche aus, der Herrschaftsstatus oder -anspruch bestimmter gesellschaftlicher Klassenoder auch wissenschaftliche und philosophisch-anthropologische Anschauungen. Die Bandbreite der Bedeutungsinhalte ist entsprechend groß und reicht von einer rein beschreibenden (deskriptiven) Verwendung („die Kultur jener Zeit“) bis zu einer vorschreibenden (normativen), wenn bei letzterem mit dem Begriff der Kultur zu erfüllende Ansprüche verbunden werden.

Der Begriff der Kultur kann sich auf eine Gruppe von Menschen beziehen, denen eine bestimmte Kultur zugesprochen wird, oder auf das, was allen Menschen zukommen soll (siehe den Kulturbegriff in der kulturvergleichenden Sozialforschung). (Vermeintliche) Eigenheiten dieser Menschengruppe oder der gesamten Menschheit dienen dann der Abgrenzung dieser Gruppe von anderen Menschengruppen oder des Menschen von (anderen) Tieren.

Hinsichtlich Kulturgüterschutz gibt es eine Reihe von Abkommen und Gesetzen. Die UNESCO und ihre Partnerorganisationen koordinieren einen internationalen Schutz und lokale Umsetzungen.

Quelle Wikipedia


Dieses Zitat von Richard von Weizsäcker begleitet meine Arbeit in der Kunst seit der Gründung Les Montmartrois en Europe 2006 in Paris. Schon 1991 erkannte Richard von  Weizsäcker welchen Wert  Kunst & Kultur in unserer Gesellschaft haben sollte. Leider hat sich seit 1991 nicht sehr viel in der Politik getan, um diesen Stellenwert der Kunst und Kultur gebührend umzusetzen.

Mit AIR entsteht ein völkerverbindendes  Projekt, welches es in dieser Art zwischen Deutschland und Spanien noch nicht gibt.

Daher wünsche ich mir das diese Vision, des bestehenden Artists in Residence in ein Künstlerdorf ala Worpswede auszubauen, keine Vision bleibt.

Dafür brauchen wir, die Künstler, die dieses Projekt schon auf den Weg gebracht haben ( mit viel Kraft und Leidenschaft ) Hilfe von Politik & Wirtschaft . 


Darstellender - oder Bildender Künstler zu sein in unserer Gesellschaft ist für die Künstler/innen oft ein sehr beschwerlicher Weg. Meist muss der Künstler bzw. die Künstlerin seine/ihre wertvolle Zeit mit Nebenjobs verbringen, um seinen/ihren Lebensunterhalt zu sichern. 

Erst danach, an zweiter Stelle, kommt dann die eigentliche Aufgabe der Kunstschaffenden, nämlich sich der Kreativität voll und ganz zu hinzugeben, ihre Kunst zu leben. 

 

Kunst und die Künstler zu fördern bedeutet nicht nur ein Interesse an Kunst zu haben, sondern auch ein Interesse an der Entwicklung des Künstlers, in welcher Form auch immer, zu zeigen. Ausstellungen oder Projekte unterstützen.

 

Wir von AIR  möchten unseren andalusischen -und deutschen Mitgliedern Hilfestellung geben und neue Möglichkeiten schaffen, ihre Kunst zu leben.

 

Ulrich Häusler



    Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht,            folgt: nur wer Künstler ist, ist Mensch. Jeder Mensch ist ein Künstler. 

                                                                     Joseph Beuys

   ZUSAMMENARBEIT BEI DEM PROJEKT " ARTISTS IN RESIDENCE "